7 Must Do’s in Ecuador

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Mit einer Größe fast wie der Schweiz ist Ecuador einer der kleinsten Länder auf dem südamerikanischen Kontinent. Nichtsdestotrotz hat es eine enorme landschaftliche Vielfalt. Das Land grenzt an Kolumbien, Brasilien und Peru und kann in die Zonen Küste, Hochland sowie Regenwald unterteilt werden. Der absolute Charme an diesem schönen Fleckchen Erde liegt darin, dass all diese Landschaftszonen innerhalb weniger Stunden mit dem Bus erreicht werden können. Aus diesem Grund ist Ecuador besonders für Reisende geeignet, welche nicht allzu viel Zeit mitbringen. In diesem Beitrag möchte ich Euch 7 Aktivitäten vorstellen, welche man sich in Ecuador definitiv nicht entgehen lassen sollte.


Übersicht:

#1: Quito – Die quirlige Hauptstadt von Ecuador genießen
#2: Leguane in Guayaquil streicheln
#3: Die Abenteuerhauptstadt von Ecuador erleben: Baños de Agua Santa
#4: Baden, surfen und feiern in Montañita
#5: Eine Laufrunde um den Kratersee am Quilotoa Loop absolvieren
#6: Ein Höhentraining im Hochland durchführen
#7: Die höchsten Andenberge von Ecuador besteigen


#1: Quito – Die quirlige Hauptstadt von Ecuador genießen

Die Hauptstadt Quito ist definitiv einer meiner Lieblingsorte auf dieser Welt. Sie ist bunt, quirlig, riesig und absolut irre. Dies erkennt man sehr schnell beispielsweise in der morgendlichen Rushhour, bei einem Spaziergang über den Mercado Central oder bei einem Ausflug zum Hausberg Rucu Pichincha. Außerdem ist Quito eine Stadt der Extreme: Die 30 km lange Nord-Süd-Ausdehnung auf einer Höhe von 2850 Meter spricht ja wohl Bände! Auf dieser Fläche ist leider auch das Gefälle zwischen Arm und Reich beängstigend extrem: Während Luxuskarossen und gehobene Restaurants im Ausgehviertel La Mariscal das Straßenbild prägen, werden dort gleichzeitig von Kindern spätabends Zigaretten an reiche Touristen verkauft. Obwohl sich glücklicherweise die soziale Situation in Ecuador insgesamt verbessert, ist dies leider immer noch ein absoluter Wahnsinn. Darüber hinaus trifft in Quito die Tradition auf Moderne: Es befinden sich direkt neben hochmodernen Bürotürmen kleine traditionelle Kräuterladen, wo man möglicherweise die Zukunft vorausgesagt bekommt. Verrückt! Alles in allem ist Quito ein definitives Must Do in Ecuador!

-> Hier geht es zu meinem ausführlichen Artikel über die quirlige Hauptstadt Quito.

#2: Leguane in Guayaquil streicheln

Der Leguan ist das inoffizielle Logo von Ecuador. Mir fällt spontan kein Ort ein, wo man diesen großen Echsen so nah kommen kann als im Stadtpark Seminario in Guayaquil. Okay, zugegeben, möglicherweise ist es angenehmer für die Tiere und sicherer für den Menschen, sich diesen faszinierenden Geschöpfen nur anzusehen, als sie zu berühren. Aber immerhin! Darüber hinaus sollte man unbedingt im bunten historischen Viertel La Peñas die 444 Stufen zum Cerro Santa Ana hinauf steigen. Man wird mit einer gigantischen Aussicht auf Guayaquil entlohnt!

#3: Die Abenteuerhauptstadt von Ecuador erleben: Baños de Agua Santa

Das ultimative Mekka für Abenteurer ist Baños de Agua Santa. Der Ort liegt am Río Pastaza und bildet das Eingangstor zum Amazonas-Regenwald. Entsprechend vielfältig sind die Möglichkeiten für Aktivitäten: Dazu zählen beispielsweise eine Besichtigung der beeindruckenden Wasserfälle an der Ruta de las Cascadas mit dem Fahrrad, Bungee-Jumping, Wildwasser-Rafting, Schaukeln über dem Abgrund oder Felsklettern. Nicht zu vergessen ist die atemberaubende Natur: Beeindruckende Flora und Fauna schmücken diesen paradiesischen Ort! Baños kann von Quito mit dem Bus in ca. 4 Stunden erreicht werden.

-> Hier geht es zu meinem Abenteuer-Artikel über Baños de Agua Santa.

#4: Baden, surfen und feiern in Montañita

Wer nach anstrengenden Bergtouren oder aufregenden Abenteuern mal die Seele am Strand baumeln lassen möchte, dem ist Montañita wärmstens zu empfehlen! Das Klima ist tropisch heiß, der Sandstrand fein und der Pazifik eine gute Erfrischung. Das ehemalige Fischereidorf war in den 60er-Jahren eine Hippie Hochburg und hat sich inzwischen zu einem Ausgehparadies für Rucksacktouristen entwickelt. Der Tagesablauf ist einladend, simpel: Frühstück mit exotischen Früchten, Baden und Surfen am Strand und abends in den zahlreichen Bars und Diskotheken ein bisschen feiern gehen – ideal für ein paar Tage der Entspannung. Montañita ist mit dem Bus etwa 3 Stunden von Guayaquil entfernt.

#5: Eine Laufrunde um den Kratersee am Quilotoa Loop absolvieren

Sport ist bekannterweise Balsam für die Seele. Wie wäre es also mit einer kleinen Laufrunde um den Kratersee am Quilotoa Loop? Die Umrundung des Kraters ist eine geniale Laufstrecke bei atemberaubender Landschaft. Schließlich ist der smaragdgrüne See im Krater tatsächlich ein ziemlich genialer Blickfang! Außerdem geht die 10 km lange Kraterumrundung 700 Höhenmeter auf und ab, und das auf 3914 Höhenmetern! Noch einfacher geht das Erreichen von Kondition wirklich nicht! Der Kratersee am Quilotoa Loop ist am schnellsten in 2 Stunden per Bus von Latacunga zu erreichen – genießt die atemberaubende Passstrecke!

#6: Ein Höhentraining im Hochland durchführen

Bevor man sich an die hohen Andenberge oberhalb von 5000 Metern heranwagt, sollte man zunächst einige 4000er absolvieren. Das kleine Andenland Ecuador bietet hierzu hervorragende Möglichkeiten: Die erloschenen Vulkane Fuya Fuya (4279 m) und Rucu Pichincha (4696 m) sind in wenigen Stunden als Tagestour zu erwandern. Der Fuya Fuya (4279 m) liegt im Norden des Landes an der kolumbianischen Grenze und ist von dem kleinen Ort Otavalo per Taxi zu erreichen. Nach einer kleinen Wandertour kann man sogleich in Otavalo den sehr traditionellen Markt mit seiner indigenen Handwerkskunst und bunten Textilien besuchen. Otavalo ist von Quito per Bus vom Terminal Carcelen in 3 Stunden zu erreichen.

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Der Hausberg von Quito ist der Rucu Pichincha (4696 m). Er ist definitiv ein Must Do in Ecuador! Man erreicht per Taxi und Seilbahn El TelefériQo innerhalb von Quito den Startpunkt der Tour. Danach geht es über eine einfache oder eine etwas anspruchsvollere Route hinauf zum Gipfel. Aufgrund seiner Höhe ist der Rucu Pichincha ein optimales Höhentraining, welches unbedingt für eine erfolgreiche Besteigung der hohen Andenberge absolviert werden muss. Hat man etwas Glück mit dem Wetter, so kann man eine atemberaubende Aussicht über Quito genießen.

-> Hier geht es zum “Rucu Pichincha”-Artikel, möglicherweise der erste 4000er in Deinem Leben.

#7: Die höchsten Andenberge von Ecuador besteigen

Der Traum vieler Gipfelstürmer ist vermutlich das Besteigen der ganz hohen Berge in den Anden. In Ecuador kann dieser Traum definitiv in Erfüllung gehen! Zahlreiche Berge weit oberhalb der 5000er-Marke befinden sich in dem kleinen Andenstaat und sind gemeinsam mit einem Bergführer verhältnismäßig “einfach” zu erreichen. Na Gut, man sollte hier vorsichtig sein: Berge in dieser Höhe sind prinzipiell niemals “einfach”. Aber sie sind bei guter Vorbereitung und Akklimatisierung definitiv machbar! Zunächst ist der Iliniza Norte (5126 m) zu nennen. Die Herausforderungen bestehen in der exponierten Kletterei im II. Grat, der Höhenmeter sowie den sehr schnell wechselnden Witterungsverhältnissen. Aber es lohnt sich: Der Iliniza Norte war einer meiner schönsten Bergerfahrungen, welche ich erleben durfte!

-> Hier geht es zu meinem Abenteuer in großer Höhe auf dem Iliniza Norte.

Wenn man seinen Körper schon auf 5126 Meter gewöhnt bzw. geschunden (!) hat, dann kann man auch gleich noch eine Gletschertour auf einen der höchsten aktiven Vulkane der Erde begehen, dem Cotopaxi! Meine Erfahrung auf dem Cotopaxi mit seinen 5897 Metern zählt zu den extremsten Vorhaben, welche ich im Gebirge angestellt habe. Es ist dort oben tatsächlich völlig irre: Es ist dort eisig kalt, die Luft extrem dünn und der Aufstieg durch das Eis extrem anstrengend. Dazu kommen noch tiefe Gletscherspalten und giftige Gase durch den aktiven Vulkan. Nichtsdestotrotz und vielleicht gerade deswegen ist eine Besteigung des Cotopaxi für die Gipfelaspiranten unter uns eine wahre Offenbarung, ein wahres Must Do, in Ecuador!

-> Hier geht es zum Erlebnisbericht meines extremen Cotopaxi-Abenteuers.

Hasta Luego,
Christian

Ecuador ist tatsächlich ein kleines Paradies auf dieser Erde. Es gibt gewiss noch weitere Must Do’s in diesem Andenstaat. Welche Must Do’s würdest Du noch hinzufügen? Ich freue mich auf Deine Reisetipps in den Kommentaren!

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