Baños de Agua Santa – 5 Abenteuer im Paradies

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Ecuador bietet neben Abenteuern auf hohen Bergen (z. B. die Besteigung des Cotopaxi) noch zahlreiche weitere Outdoor-Aktivitäten. Hierfür ist vor allem der kleine Ort Baños de Agua Santa ein hervorragendes Ziel. Baños liegt auf 1820 Meter am Fuße des sehr aktiven Vulkans Tungurahua (5016 m) im Tal des Río Pastaza. Dieses Tal führt aus den östlichen Anden direkt in das obere Amazonasbecken. Daher kann auf wenigen Kilometern der Vegetationswechsel von vulkangeprägter karger Felslandschaft in das satte Grün der Nebel -und Regenwälder bestaunt werden. In Baños und Umgebung speisen zahlreiche Wasserfälle den Río Pastaza. Deswegen ist das Tal überregional als Wasserfallroute (“Ruta de las Cascadas”) bekannt. Es versteht sich von selbst, dass damit dieser Ort unbedingt auf die To-Do-Liste eines jeden Ecuador-Trips stehen muss! Zu erreichen ist Baños von Quito über Ambato in etwa 3-4 Stunden. Eine gute Backpacker-Unterkunft ist definitiv das Papachos Hostel.


Übersicht:
#1: Baños-Radtour auf der Ruta de las Cascadas zum Pailón del Diablo
#2: Bungee-Jumping
#3: Wildwasser-Rafting
#4: Schaukeln über dem Abgrund am Casa del Arbol
#5: Ausklang in Baños mit Klettern am Fels


#1: Baños-Radtour auf der Ruta de las Cascadas zum Pailón del Diablo

Die Umgebung von Baños, insbesondere die Wasserfallroute, erkundet man am besten mit dem Rad! Also schnappt Euch in der Stadt einen vernünftigen Untersatz, welchen man für etwa 6-10 Dollar Tagespreis bekommt. Schwarze Schafe bei den Vermietern gibt es leider genügend: Lasst Euch nicht hereinlegen und achtet bei der Anmietung neben dem Preis bitte unbedingt auch auf die Funktionsfähigkeit der Bremsen, kein Scherz! Danach begebt Euch auf die Schnellstraße nach Osten in Richtung Puyo. Die Straße verläuft bergab entlang des Río Pastaza und wird von zahlreichen Wasserfällen umrandet. An manchen Stellen kann man die Schlucht sogar mit einer kleinen Gondel überwinden. Sofern Euch die Gondeln nicht vertrauenswürdig genug erscheinen, zieht einfach weiter und genießt den warmen Fahrtwind, den Klang der singenden Vögel und den Duft der blühenden Vegetation!

Nach etwa 18 Kilometern von Baños entfernt erreicht man den Pailón del Diablo, die Teufelsschlucht. Darauf folgen ein paar Hängebrücken und schmalen Treppen, welche euch einem 80 Meter hohen Wasserfall aus mehreren Perspektiven ziemlich nah bringen, wirklich beeindruckend! Ach ja, der Name kommt wohl von dem Gestein am Wasserfall, welcher angeblich die Form eines Totenkopfs hätte. Das konnte ich so leider nicht erkennen, na ja. Trotzdem ist der Ausflug zum Pailón del Diablo eine wirklich gute Gelegenheit, um etwas nass zu werden. Definitiv lohnenswert!

Viele Radfahrer treten nach dem Pailón del Diablo den Rückweg nach Baños an. Das wäre ein unglaublicher Fehler! Fahrt die Ruta de las Cascadas noch etwa 2 Kilometer weiter und erlebt den Wasserfall El Rocío Machay. Nach etwas dschungelartigen Pfaden, hübschen Blumen und Hängebrücken könnt ihr den El Rocío Machay bewundern, welcher sich 40 Meter hinab stürzt. Danach empfiehlt sich ein Abholservice, womit der deutsche TÜV vermutlich nicht einverstanden wäre: Regelmäßig verkehren Pick-up-Trucks, welche Euch inklusive Fahrrad auf ihrer Ladefläche mitnehmen und in 25 Minuten zurück nach Baños bringen.

#2: Bungee-Jumping

Die meisten Reisenden werden Baños wohl mit dem Bus über das Terminal Terrestre erreichen. Von dort ist es nur wenige Hundert Meter zur Brücke Puente San Francisco. Von ihr hat man einen genialen Ausblick auf den Río Pastaza und den steilen Klippen, auf denen Baños thront. Darüber hinaus hat man hier auch die Möglichkeit, sich mit einem Gummiseil in die Tiefe zu stürzen. An die Adrenalin-Junkies: Viel Spaß (ihr locos)!

#3: Wildwasser-Rafting

Was bietet sich neben dem Bungee-Jumping an einem Fluss noch so an? Wildwasser-Rafting! Für etwa 20-30 Dollar ist man hier in etwa fünf Stunden unterwegs. Selbstverständlich sind Ausrüstung, Tourguides, Fotos und Mittagessen inbegriffen. Die Tour selbst findet im Río Pastaza bei Stromschnellen der Wildwasserschwierigkeitsskala III und IV statt. Damit ist die Tour wirklich nichts für schwache Nerven. Die Guides und die Begleitboote passen jedoch sehr gut auf Euch auf und damit ist der intensive Spaß relativ ungefährlich. Ich kann es nur empfehlen! Ich habe eine gute Rafting-Agentur über meine Unterkunft Papachos Hostel gefunden.

#4: Schaukeln über dem Abgrund am Casa del Arbol

Normalerweise sind Schaukeln für (große) Kinder gemacht und relativ harmlos. Jedoch trifft dies nicht auf die Schaukel am Casa del Arbol in Baños zu. Hier schaukelt man über einem steilen Abhang mit perfekten Blick zum Tungurahua (5016 m). Dies macht ja auch Sinn: Beim Baumhaus handelte es sich früher um eine Beobachtungsstation für den Vulkan. Inzwischen wurde an die Sicherheit für die Besucher gedacht und Sicherheitsgurte an die Schaukel hinzugefügt. Nichtsdestotrotz ist es ein unheimlicher Spaß, mit viel Luft unter der Sohle die Landschaft des ecuadorianischen Hochlands rund um Baños zu genießen! Darüber hinaus ist die Flora und Fauna hier oben am Casa del Arbol einfach nur beeindruckend: Mit etwas Glück kann man Riesenschmetterlingen begegnen! Die Schaukel erreicht man am bequemsten mit einem Taxi oder dem Pendelbus.

#5: Ausklang in Baños mit Klettern am Fels

Wer ein entspanntes Abenteuer in Baños nach all den Aktivitäten sucht, dem kann ich nur eine gemütliche Runde klettern empfehlen. Die Felsen rund um den Vulkan Tungurahua bieten abwechslungsreiche Kletterrouten, wo Anfänger als auch Fortgeschrittene auf ihre Kosten kommen. Dazu kommen zahlreiche lokale Touranbieter, welche Equipment und Guides zur Verfügung stellen. Wir selbst waren etwa 6 Stunden für 30 Dollar unterwegs und konnten uns am Fels im VII. Schwierigkeitsgrad (6a – 6b) austoben. Großartig!

Hasta Luego
Christian

Welches Abenteuer hast Du in Baños noch erlebt? Und wie war Euer Eindruck über diesen Ort, war es ebenfalls ein Paradies für Euch? Ich bin gespannt auf Eure Eindrücke in der Kommentarspalte!

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